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Biologisch-dynamischer Anbau
Im Alter von 20 Jahren entschied sich Rolf Günther für seinen „Beitrag zu einer besseren Gesellschaft“ (1968). Lebensmittel wurden auch damals genügend produziert. So wählte er bewusst die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel, giftfrei und umweltverträglich angebaut. Nicht zuletzt wegen der Einbeziehung der geistigen Wirklichkeit allen Lebens produziert er seit dem, später mit seiner Frau Gisela, biologisch-dynamisch gemäß den Demeter-Richtlinien. Stellt die EU-Bio-Verordnung ein Mindestmaß für biologisches Wirtschaften dar, so nimmt der Demeterverband die Qualitätsführerschaft für sich in Anspruch. Zur Gewährleistung dieses Anspruches dienen umfangreiche Erzeugungs- und Verarbeitungsrichtlinien sowie ein lückenloses Kontrollsystem. Beispielsweise können Höfe nicht teilweise auf Bio-Produktion umgestellt werden. Das Tierfutter muss zu 100% aus biologischem Anbau stammen. Die Tierhaltung wird nicht nur artgerecht, sondern auch wesensgemäß betrieben. Bezüglich der Pflanzen beginnt die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise bei der Saatgutzüchtung. Während des Anbaus kommen Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhdung zum Einsatz. Bei der Weiterverarbeitung wird weitgehend auf Zusatzstoffe verzichtet. Zum Beispiel dürfen keine „natürlichen Aromen“, sondern nur Aromaextrakte verwendet werden. Diese Rahmenbedingungen verlangen vom Bauern gutes handwerkliches Geschick. Da präventive Maßnahmen nur eingeschränkt möglich sind, müssen die Bestände kontinuierlich beobachtet werden, um unverzügliches Eingreifen bei Schädlings- oder Krankheitsbefall sicherzustellen. Die Fruchtfolge auf dem einzelnen Feld muss effektiv und sinnvoll in das wirtschaftliche Gesamtsystem eingebettet sein. Sie dient unter Anderem der Unkrautbekämpfung, welche ansonsten rein mechanisch stattfindet. Pflanzenschutzmaßnahmen bestehen aus dem Einsatz von Präparaten, Bakterien und Nützlingen sowie Spurenelementen. Beim Vergleich mit dem konventionellen Anbau stellen die unterschiedlichen Schwerpunkte andere handwerkliche Anforderungen an den Bauern.
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